05 February 2026

Forschung für den Leichtbau: Wellenförmiges Holzfasermaterial hilft im Möbelbau und der Logistik

Porträtfoto
© Jörg Pütz, UdSHans-Georg Herrmann, Professor für Leichtbau der Universität des Saarlandes und Mitglied des Institutsleitungskreises am Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP

Wer Möbel oder Türen baut, will leichte Materialien nutzen, die zugleich stabil und lange haltbar sind. Hier kommen Holzfasern ins Spiel, die ähnlich wie Wellpappe in unterschiedlichen Wellenhöhen verformt werden können. Hans-Georg Herrmann, Professor für Leichtbausysteme der Universität des Saarlandes, will gemeinsam mit der Firma Homanit ein neues hochleistungsfähiges Materialsystem entwickeln, das in verschiedenen Bereichen angewendet werden kann.

Das Forschungsprojekt HoReLei wird über drei Jahre mit insgesamt 473.000 Euro durch das zentrale Technologieprogramm Saar (ZTS) des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie gefördert. An die Universität des Saarlandes fließen davon 273.000 Euro.

Grundlage für das neue Materialsystem ist ein wellenförmiges Holzfasermaterial, das von der saarländischen Firma Homanit in Losheim entwickelt wurde. Dieses soll mit bahnförmigen Decklagen wie zum Beispiel Holzfaserplatten verbunden werden, so dass ein sehr leichtes, aber äußerst stabiles Produkt entsteht. Das neu zu entwickelnde Materialsystem ist nicht nur für die Möbelindustrie und den Türenbau gedacht, sondern kann auch in der Logistik- und Verpackungsindustrie sowie weiteren Branchen eingesetzt werden. Damit wird sich der Ressourcenverbrauch massiv reduzieren lassen, da nicht nur Material eingespart wird, sondern auch der Transport künftig weniger Energie erfordert.

Das Projekt HoReLei (Entwicklung und Nutzung holzfaserbasierter, ressourcenschonender Leichtbauelemente)wurde am 1. Dezember 2025 am Lehrstuhl für Leichtbausysteme der Universität des Saarlandes in Kooperation mit der Firma Homanit gestartet. Professor Hans-Georg Herrmann leitet nicht nur diesen Lehrstuhl sondern ist parallel als Mitglied des Institutsleitungskreises am Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP auf dem Saarbrücker Universitätscampus aktiv.