Deutschland

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Borreliose/FSME:
Während der warmen Jahreszeit steigt das Risiko für zeckenübertragene Krankheiten. In Deutschland und den Nachbarländern werden im Wesentlichen zwei Krankheiten durch Zeckenstiche übertragen. Mit der Borreliose ist flächendeckend zu rechnen. Schätzungen für jährliche Fallzahlen für Gesamtdeutschland liegen zwischen 50.000 und 160.000 (weitere Informationen unter Borreliose). Die FSME kommt mit regional unterschiedlicher Dichte vor, besonders in weiten Teilen Bayerns, Baden-Württembergs und vereinzelt in Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, im Saarland und im Süden Sachsens (Vogtlandkreis). 2016 stieg die Zahl der FSME-Infektionen im Vergleich zum Vorjahr auf rund 320 Erkrankungen an (2015: 229 Infektionen). Hinweis auf Schutz vor Zeckenstichen, bei Expositionsgefahr in FSME-Risikogebieten Impfung.

Grippe (Virusgrippe, saisonale Influenza):
Die Grippesaison verläuft jährlich in der Regel von Dezember bis April. Die Grippesaison 2018/19 hat in der zweiten Januarwoche begonnen. Bislang wurden seither rund 60.000 laborchemisch bestätigte Fälle beim Robert Koch-Institut registriert. Besonders betroffen ist der Osten des Landes. Insgesamt schein die Grippeaktivität jedoch deutlich geringer als im Vorjahr ausgeprägt, als rund 320.000 Infektionen laborchemisch bestätigt werden konnten. Die meisten Infektionen in dieser Saison werden durch Influenza A ausgelöst. Impfschutz und persönliche Hygiene beachten. Weitere Informationen unter Grippe (Virusgrippe, saisonale Influenza).

Hantavirus:
In Hessen sind die Fallzahlen stark gestiegen, 2017 wurden bisher rund 100 Infektionen gemeldet. 2016 waren es nur 9. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes wurden in Baden-Württemberg 2017 schon rund 900 Fälle diagnostiziert, beim RKI liegen bundesweit über 1.600 Meldungen vor. Neben Baden-Württemberg und Hessen sind Bayern, NRW und Niedersachsen besonders betroffen. Hantaviren werden über Rötelmäuse verbreitet, die die Viren über Kot und Urin ausscheiden. Hauptnahrungsquelle der Rötelmäuse sind Bucheckern, von denen es 2016 sehr viele gab. Menschen infizieren sich meist dadurch, dass sie verunreinigten Staub einatmen, etwa bei Holzarbeiten im Wald und Garten sowie beim Reinigen von Kellern, Schuppen, Scheunen und Ställen.

Masern:
2017 kam es zu einer Verdreifachung der Masern-Infektionen. Bundesweit wurden bislang offiziell über 900 Erkrankungen gemeldet, 2016 waren es insgesamt nur gut 300 Erkrankungen. Der Impfstatus sollte bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen überprüft und ggf. ergänzt werden. Die STIKO empfiehlt zwei Impfungen mit dem MMR-Impfstoff im 11.-14. Lebensmonat sowie vor Ende des 2. Lebensjahres. Für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen, die in der Kindheit nicht oder nur einmal geimpft wurden oder deren Impfstatus unklar ist, wird eine einmalige MMR-Impfung empfohlen. Weitere Informationen unter Masern.